Zwei Fachkräfte im Healthcare-Labor analysieren Daten auf einem Tablet.

Fachkräftemangel im Gesundheitswesen: Neue Hiring-Strategien für 2026

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen macht auch vor Healthcare- und Life-Sciences-Unternehmen nicht halt. Erfahre, warum spezialisierte Profile 2026 knapper werden, welche Hiring-Herausforderungen auf Unternehmen zukommen und welche Strategien jetzt helfen, um Talente zu gewinnen. Vertiefende Daten und Gehaltsbenchmarks findest Du im YER Healthcare & Life Sciences Talent Report 2026, der als Whitepaper zum kostenlosen Download bereitsteht.
24
Juni
2026

Fachkräftemangel im Gesundheitswesen: Das Wichtigste in Kürze

  • Der Fachkräftemangel betrifft nicht nur Kliniken und Pflege, sondern auch Pharma, Medtech, Biotech, CROs (Auftragsforschungsinstitute) und Digital Health.
  • In pharmarelevanten Berufen konnten 2023 rund 176.000 Stellen nicht besetzt werden.
  • Besonders gefragt sind Profile in Regulatory Affairs, Quality Management, Medical Affairs, Commercial Healthcare und Digital Health.
  • Lange Vakanzen werden teuer: Spezialisierte Rollen brauchen oft 90 bis 120 Tage bis zur Besetzung; eine 90-tägige Vakanz eines Quality Managers kann rund 49.000 € kosten.
  • KI, Digital Health und der EU AI Act erhöhen den Bedarf an Fachkräften mit Tech-, Healthcare- und Regulierungswissen.
  • Unternehmen brauchen 2026 schnellere Hiring-Prozesse, realistische Gehaltsbenchmarks, Talentpipelines und flexible Besetzungsmodelle.

Fachkräftemangel im Gesundheitswesen wird zur Wachstumsbremse

Laut PwC Healthcare-Barometer 2026 zählt der Fachkräftemangel neben Finanzierbarkeit und Versorgungssicherheit zu den zentralen Problemfeldern im Gesundheitswesen. Destatis prognostiziert bis 2049 je nach Szenario eine Lücke von 280.000 bis 690.000 Pflegekräften.

Was häufig als Problem von Kliniken, Pflegeeinrichtungen und ärztlicher Versorgung diskutiert wird, betrifft jedoch längst auch Unternehmen aus Pharma, Medtech, Biotech, CROs und Digital Health. Der Druck entsteht hier aus einer anderen Dynamik: Während die Pharmaindustrie laut vfa 2025 mit 3,2 % und 2026 mit 1,0 % beim Produktionswachstum zulegt, wird der Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte enger, da die Fachkräfteakquise mit dem Produktionswachstum nicht Schritt halten kann.

Stark gefragt sind Profile, die regulatorisches Know-how, wissenschaftliche Expertise und technisches Verständnis verbinden, etwa in regulierten Qualitäts-, Zulassungs-, Medical- oder Digital-Health-Funktionen. Wie knapp diese Profile sind, zeigt der YER Healthcare & Life Sciences Talent Report 2026: Rund 176.000 Stellen in pharmarelevanten Berufen konnten 2023 nicht besetzt werden; zugleich liegen die Gehälter von HC&LS-Fachkräften je nach Rolle und Spezialisierung 15 bis 80 % über dem deutschen Mediangehalt.

Für Healthcare-Unternehmen wird Recruiting damit 2026 zu einer strategischen Aufgabe, von der frühzeitigen Marktansprache über realistische Erwartungen bis zur Wahl des passenden Besetzungsmodells.

Whitepaper: Healthcare & Life Sciences Talent Report 2026

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen trifft vor allem Healthcare-Unternehmen, die auf spezialisierte Profile wie Regulatory Affairs oder Digital Health angewiesen sind.

Welche Rollen 2026 unter Druck stehen, welche Gehaltsentwicklungen Unternehmen kennen sollten und wie Regulierung, Digitalisierung und KI neue Anforderungen an Hiring-Strategien stellen zeigt der YER Healthcare & Life Sciences Talent Report 2026.

Der Report liefert Gehaltsdaten, Markttrends und Hiring Insights für HR-Verantwortliche, Talent-Acquisition-Teams und Entscheider:innen, die ihre Personalplanung 2026 datenbasiert ausrichten möchten.

Whitepaper Vorschaubild: Healthcare & Life Sciences Talent Report 2026

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Warum der Fachkräftemangel Healthcare-Unternehmen besonders trifft

In Healthcare und Life Sciences hängen offene Stellen oft direkt mit geschäftskritischen Prozessen zusammen. Deshalb wirkt sich der Mangel an Fachkräften hier schneller auf Projektplanung, Ressourcensteuerung und operative Umsetzung aus als in weniger regulierten Bereichen.

Peter Lutsch - YER

Healthcare-Unternehmen können es sich 2026 nicht mehr leisten, erst dann zu suchen, wenn eine Schlüsselposition bereits vakant ist. In einem Markt mit langen Time-to-Hire-Zeiten und knappen Spezialprofilen wird vorausschauendes Recruiting zum Wettbewerbsvorteil.


Peter Lutsch
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Schlüsselrollen brauchen länger bis zur Besetzung

Kritisch wird es für Healthcare-Unternehmen vor allem dann, wenn Schlüsselrollen nicht kurzfristig nachbesetzt werden können. Für spezialisierte Rollen in regulierten HC&LS-Umfeldern liegt die Time-to-Hire häufig bei 90 bis 120 Tagen. Gleichzeitig hat sich die Nachfrage nach Qualitätsmanager:innen seit 2015 mehr als verdoppelt. Das zeigt, wie stark der Wettbewerb um Fachkräfte geworden ist, die Qualitäts-, Compliance- und Zulassungsanforderungen sicher beherrschen.

In Bereichen wie Quality Management, Regulatory Affairs, Clinical Operations oder Digital Health geht es nicht darum, irgendeine Stelle zu besetzen. Unternehmen brauchen Fachkräfte mit sehr spezifischem Know-how, etwa zu GxP-Anforderungen wie guter Herstellungs-, Labor- oder klinischer Praxis, zu MDR/IVDR-Regelwerken für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika, klinischen Studien, Medical Affairs oder digitalen Gesundheitsanwendungen.

Klassische Recruiting-Prozesse stoßen an Grenzen

Viele hochqualifizierte Kandidat:innen sind nicht aktiv auf Jobsuche, sondern müssen gezielt angesprochen und fachlich überzeugt werden. Gleichzeitig dauern interne Abstimmungen, Budgetfreigaben oder Entscheidungsprozesse in Unternehmen häufig zu lang. In einem engen Fachkräftemarkt kann genau das dazu führen, dass passende Kandidat:innen abspringen oder Wettbewerber schneller sind.

Auch allgemeine Gehaltsbenchmarks helfen nur bedingt weiter. Entscheidend ist nicht allein die Berufsbezeichnung, sondern die konkrete Spezialisierung, Region, Seniorität und Branchenerfahrung. Ein Quality-Profil mit GxP-Erfahrung, ein Regulatory-Profil mit MDR-/IVDR-Know-how oder ein Digital-Health-Profil mit Tech- und Healthcare-Verständnis lässt sich nicht sinnvoll über Durchschnittswerte bewerten.

Offene Stellen werden zum wirtschaftlichen Risiko

Aus einer offenen Stelle wird damit schnell ein wirtschaftliches Risiko. Der Report rechnet beispielhaft vor: eine 90-tägige Vakanz eines Quality Managers kostet das Unternehmen rund 49.000 Euro, inklusive Recruiting, Produktivitätsverlust, Einarbeitung, Mehrarbeit im Team und regulatorischem Risiko.

Für Unternehmen heißt das: Wer erst reagiert, wenn eine Vakanz bereits entstanden ist, verliert wertvolle Zeit. 2026 werden deshalb Hiring-Strategien wichtiger, die schwer zu besetzende Positionen früh erkennen, realistische Markt- und Gehaltsdaten nutzen und flexible Besetzungsmodelle von Anfang an mitdenken.

Welche Kompetenzfelder unter Druck stehen

Der Fachkräftemangel zeigt sich in Healthcare und Life Sciences dort, wo spezifisches Fachwissen, Regulierung und Marktdynamik zusammentreffen. Betroffen sind vor allem vier Kompetenzfelder:

Regulierung & Qualität

Warum der Druck steigt:
Compliance, Zulassungsanforderungen und Qualitätsmanagement werden komplexer.

Typische Herausforderung für Unternehmen:
Fehlende Spezialist:innen verzögern Audits, Zertifizierungen oder Produktentwicklungen.

Wissenschaft & Medical Affairs

Warum der Druck steigt: 
Wissenschaftliche Inhalte müssen stärker mit Strategie, Markt und Versorgung verbunden werden.

Typische Herausforderung für Unternehmen:
Profile brauchen fachliche Tiefe und die Fähigkeit, komplexe Inhalte in Entscheidungen zu übersetzen.

Commercial Healthcare

Warum der Druck steigt: 
Erstattung, Nutzenbewertung, Versorgungsstrukturen und Kundenbeziehungen werden anspruchsvoller.

Typische Herausforderung für Unternehmen:
Unternehmen benötigen Profile mit Marktverständnis, Systemwissen und Beratungskompetenz.

Digital Health & Tech

Warum der Druck steigt: 
KI, Daten, Software und digitale Versorgungsmodelle verändern die Anforderungen.

Typische Herausforderung für Unternehmen:
Gesucht werden Fachkräfte, die Technologie, Healthcare und Regulierung zusammendenken.

KI, Digital Health und Regulierung als zusätzlicher Treiber

Digital Health verschärft den Fachkräftemangel in Healthcare und Life Sciences zusätzlich. Denn viele Unternehmen suchen inzwischen Profile, die beide Welten verbinden: Tech-Kompetenz auf IT-Marktniveau und gleichzeitig Verständnis für Healthcare, Regulierung, Datenschutz und digitale Versorgungsmodelle. Genau diese Kombination ist selten.

Laut Report liegt das Mediangehalt in der IT bei 66.750 €. Um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, müssen Digital-Health-Unternehmen meist vergleichbare Gehälter zahlen. Gleichzeitig werden oft Kenntnisse zu gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben im Gesundheitswesen vorausgesetzt. Wer zusätzlich gefragte Spezialisierungen mitbringt, kann am Markt häufig deutlich höhere Gehälter verlangen. Der Report zeigt unter anderem folgende mögliche Gehaltsaufschläge:

  • AI/ML im klinischen Umfeld: +15 bis 25 %
  • DiGA-/DiPA-Zulassungserfahrung: +15 bis 20 %
  • Cybersecurity für Medizinprodukte: +10 bis 15 %
  • Dual-Qualifikation IT und Gesundheitswesen: +15 bis 20 %

Hinzu kommt der EU AI Act: Er erhöht den Bedarf an Fachkräften, die KI-Anwendungen im Healthcare-Kontext nicht nur technisch bewerten, sondern auch regulatorisch einordnen können, etwa bei KI-gestützter Diagnostik, digitalen Medizinprodukten oder Software as a Medical Device. Für Unternehmen entstehen dadurch Schnittstellenrollen, die Tech-, Regulatory- und Healthcare-Kompetenz verbinden.

Für Healthcare-Unternehmen bedeutet das: Der Wettbewerb um Talente findet nicht mehr nur innerhalb der Branche statt. Gerade bei Digital-Health- und KI-Profilen konkurrieren sie zunehmend mit klassischen Tech-Arbeitgebern. Wenn Du IT-Mitarbeiter:innen gewinnen willst, musst Du deshalb nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch bei Gehalt, Remote-Möglichkeiten, Tech-Stack und Entwicklungsperspektiven mithalten. Der Report zeigt etwa, dass Developer-Positionen im Digital-Health-Umfeld zu 60 bis 80 % vollständig remote besetzt werden. Ein klarer Hinweis darauf, wie stark sich die Erwartungen dieser Zielgruppe von klassischen Healthcare-Rollen unterscheiden.

Healthcare-Experte im Labor arbeitet mit Tablet.

Warum Gehalt wichtig ist, aber nicht allein entscheidet

Gehalt bleibt ein Türöffner im Wettbewerb um Healthcare- und Life-Sciences-Fachkräfte. Sind Gehaltsangebote nicht marktgerecht, steigen viele Kandidat:innen früh aus dem Prozess aus, besonders, wenn sie mehrere Angebote haben oder aktiv von Wettbewerbern angesprochen werden.

Aber: Das Fixgehalt allein reicht nicht aus, um Spezialist:innen zu überzeugen. Je nach Rolle zählen andere Faktoren mindestens genauso stark:

  • Regulatory & Quality
    Für Fachkräfte in Regulatory & Quality zählen vor allem fachliche Entwicklung, Projektverantwortung und Spezialisierungsmöglichkeiten, zum Beispiel in MDR/IVDR, GxP oder Compliance.
     
  • Medical Affairs
    Für Medical-Affairs-Profile sind das Indikationsfeld, der wissenschaftliche Anspruch, die strategische Einbindung und der Zugang zu relevanten Netzwerken, etwa zu Key Opinion Leaders, wichtig.
  • Commercial Healthcare
    Im Commercial Healthcare zählen neben dem Grundgehalt auch variable Vergütung, Firmenwagen, Zielvereinbarungen und klare Entwicklungspfade.
     
  • Digital Health & Tech
    Für Digital-Health- und Tech-Profile sind Remote-Flexibilität, ein moderner Tech-Stack, eine überzeugende Produktvision und die Nähe zu Innovation und digitaler Versorgung entscheidend.


Entscheidend ist, wie anspruchsvoll und schwer verfügbar das konkrete Fachprofil wirklich ist. Ein:e Kandidat:in mit MDR-/IVDR-Erfahrung, GxP-Know-how, KOL-Netzwerk oder AI-/Digital-Health-Kompetenz bewegt sich in einem anderen Markt als ein generalistisches Profil mit ähnlichem Jobtitel

Du suchst selbst eine neue Rolle im Healthcare- oder Life-Sciences-Umfeld?

YER Deutschland begleitet Fach- und Führungskräfte bei ihrem nächsten Karriereschritt - von Regulatory Affairs über Quality Management bis Digital Health.

Welche Hiring-Strategien 2026 wichtig werden

Damit Fachkräftemangel nicht zur Wachstumsbremse wird, brauchen Healthcare-Unternehmen 2026 vor allem strategischere und schnellere Hiring-Prozesse. Wenn Du erst suchst, wenn eine Schlüsselposition bereits vakant ist, verlierst Du in engen Talentmärkten wertvolle Zeit.

Aus den aktuellen Herausforderungen ergeben sich vor allem vier Handlungsfelder:

Was Unternehmen 2026 brauchen: Talentpipelines und frühzeitige Marktsondierung

Was Unternehmen 2026 brauchen: Schnellere Freigaben, klare Anforderungen und kurze Entscheidungswege

Was Unternehmen 2026 brauchen: Realistische Benchmarks nach Rolle, Region und Spezialisierung

Was Unternehmen 2026 brauchen: Flexible Besetzungsmodelle: Kombination aus Direktvermittlung, Arbeitnehmerüberlassung und Freelancing/Contracting

Es geht nicht nur darum, offene Stellen zu besetzen, sondern kritische Fachprofile früh zu erkennen, Vakanzrisiken zu reduzieren und die richtige Mischung aus festen und flexiblen Ressourcen zu finden. Unterstützung dabei bietet Dir YER Deutschland mit passenden Recruiting-Lösungen für Healthcare & Life Sciences.

Auch internationale Talentpools können eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn gefragte Profile am deutschen Markt schwer verfügbar sind. Wie Unternehmen internationale Fachkräfte gezielt gewinnen und langfristig binden, zeigt Dir unser Beitrag zum Global Recruiting.

MEHR KLARHEIT FÜR DEINE HIRING-STRATEGIE 2026


Welche Healthcare-Profile werden 2026 wirklich knapp? Welche marktüblichen Gehälter sind realistisch und wo reichen klassische Benchmarks nicht mehr aus? Und wie können Unternehmen gefragte Positionen schneller, flexibler und strategischer besetzen?

Der YER Healthcare & Life Sciences Talent Report 2026 liefert fundierte Daten, Markttrends und Hiring Insights für HR-Teams, Talent Acquisition und Entscheider:innen in Pharma, Medtech, Biotech, CROs und Digital Health.

Fazit: Fachkräftemangel braucht strategisches Recruiting

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist für Healthcare-Unternehmen 2026 mehr als eine operative HR-Herausforderung. Er beeinflusst, wie schnell Unternehmen wachsen, Innovationen vorantreiben und regulatorische Anforderungen erfüllen können. Besonders dort, wo spezialisierte Profile gefragt sind, reicht reaktives Recruiting oft nicht mehr aus.

Entscheidend ist, schwer zu besetzende Positionen früh zu erkennen, realistische Markt- und Gehaltsdaten zu nutzen und Besetzungsmodelle flexibel zu denken. Unternehmen, die Talentpipelines aufbauen, Entscheidungsprozesse beschleunigen und feste wie flexible Ressourcen strategisch kombinieren, verschaffen sich einen klaren Vorteil im Wettbewerb um gefragte Fach- und Führungskräfte.

Du benötigst Personal im Healthcare-Bereich oder möchtest mehr über passende Recruiting-Lösungen erfahren?

Dann findest Du hier weitere Informationen zu Healthcare & Life Sciences Recruiting bei YER.

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Bildnachweis: Titelbild: CC/peopleimages.com/stock.adobe.com, Bild 2: ChasingMagic/peopleimages.com/stock.adobe.com

FAQ: Die wichtigsten Fragen zum Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist in Deutschland deutlich spürbar. Destatis prognostiziert bis 2049 je nach Szenario eine Lücke von 280.000 bis 690.000 Pflegekräften. Gleichzeitig zeigt der YER Healthcare & Life Sciences Talent Report 2026, dass auch pharmarelevante Berufe betroffen sind: 2023 konnten rund 176.000 Stellen rechnerisch nicht besetzt werden.

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen betrifft nicht nur Kliniken, Pflegeeinrichtungen oder ärztliche Versorgung. Auch Unternehmen aus Pharma, Medtech, Biotech, CROs und Digital Health benötigen spezialisierte Fach- und Führungskräfte, um Wachstum, Innovation und regulatorische Anforderungen abzusichern.

Weil qualifizierte Profile schwer verfügbar sind und klassische Recruiting-Prozesse häufig zu langsam greifen. Unternehmen müssen Engpassrollen früher identifizieren, Entscheidungsprozesse beschleunigen und ihre Personalplanung stärker an Markt- und Gehaltsdaten ausrichten.

Besonders relevant sind Kompetenzfelder rund um Regulierung, Qualität, klinische Forschung, Medical Affairs, Commercial Healthcare und Digital Health. Welche Rollen und Spezialisierungen konkret besonders gefragt sind, hängt von Branche, Unternehmenstyp und regulatorischem Umfeld ab.

KI und Digital Health verändern die Anforderungen an viele Healthcare-Profile. Unternehmen benötigen zunehmend Fachkräfte, die technologische Kompetenz mit Healthcare-Verständnis und regulatorischem Know-how verbinden.

Je länger wichtige Positionen unbesetzt bleiben, desto stärker können Projekte, Teams und regulierte Prozesse belastet werden. Deshalb wird Time-to-Hire für Healthcare-Unternehmen zu einer strategischen Kennzahl.

Healthcare-Unternehmen können dem Fachkräftemangel begegnen, indem sie Talentpipelines aufbauen, Gehaltsbenchmarks realistisch einordnen, Entscheidungswege verkürzen und verschiedene Besetzungsmodelle strategisch kombinieren.

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